Nicht nur die deutsche Piloten zeigen sich in diesen Tagen streikwillig. Auch griechische und französische Fluglotsen wollen ihre Arbeit niederlegen. Ab dem heutigen Dienstag werden die Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly mit den Streikfolgen zu kämpfen haben, Mittwoch wollen die Lotsen dann den Flugverkehr in Griechenland lahmgelegen.
In Paris könnten aufgrund des Lotsen-Streiks bis zu 50 Prozent der Flüge ausfallen. Die französischen Lotsen wollen ihre Arbeit bis Samstag ruhen lassen. Sie protestieren damit gegen ein Vorhaben der französischen Regierung, die Luftfahrt-Aufsichtsbehörde DGAC mit den Behörden in Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern zu verschmelzen.
In Griechenland werden am Mittwoch Streiks, an denen auch die Fluglotsen teilnehmen wollen, den gesamten Flugverkehr im Land lahmlegen. Die Arbeitsniederlegungen sollen bereits am Mittwoch um 0 Uhr Ortszeit beginnen und 24 Stunden dauern. Sie richten sich gegen das von der EU Griechenland verordneten Sparprogramm. Die Staatsbediensteten sowie Arbeitnehmer der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verkehrsbetriebe wollen an dem Arbeitskampf teilnehmen. Sie fürchten aufgrund des Sparprogramms der in finanzielle Notlage geratenen Regierung Lohnkürzungen von bis zu 20 Prozent.
Ungemach droht auch bei British Airways (BA). Dort haben die Flugbegleiter mit großer Mehrheit für Streik gestimmt. An der Abstimmung beteiligten sich den Angaben zufolge knapp 9300 BA-Flugbegleiter, knapp 81 Prozent sprachen sich für einen Streik aus. Das teilte die Gewerkschaft Unite mit. Ein Termin für den Streik stehe noch nicht fest, die Aktionen sollten aber nicht zu Ostern Anfang April erfolgen.